Odendahl — Kraft am Werk

Industrieklettern oder Gerüst: was passt zu Ihrem Einsatz?

Kurze Arbeiten in der Höhe am Seil oder doch ein Gerüst? Die Entscheidungspunkte aus unserer Praxis in Gerüstbau und Industrieklettern in Köln.

Zwei Industriekletterer der Odendahl GmbH in orangefarbener Schutzkleidung an einer Glasfassade

Kurz gesagt: Für einzelne, punktuelle Arbeiten in der Höhe ist das Seil schneller am Einsatzort — sobald mehrere Gewerke länger an der Fassade arbeiten oder Material abgelegt werden muss, führt am Gerüst kein Weg vorbei. Die Grenze liegt nicht bei einer Höhe in Metern, sondern bei Dauer, Materialbedarf und Zugänglichkeit.

Wir bauen beides selbst: Gerüstbau und Industrieklettern sind zwei unserer vier Bereiche. Deshalb hängt unsere Empfehlung an der Aufgabe und nicht daran, was wir gerade verkaufen möchten.

Wann Arbeiten am Seil passen

  • Es geht um wenige Punkte an einer hohen Fassade, nicht um die ganze Fläche.
  • Der Einsatz ist kurz: kontrollieren, montieren, befestigen, abdichten, reinigen.
  • Für ein Gerüst ist unten kein Platz — Innenhof, Verkehrsfläche, Wasser oder Bebauung direkt an der Wand.
  • Die Stelle liegt so, dass ein Gerüst über Dritte hinweg gebaut werden müsste.
  • Es sind belastbare Anschlagpunkte vorhanden oder herstellbar.

Der Vorteil ist die Zugänglichkeit: Am Seil kommt man an Stellen, für die sonst eine Sonderkonstruktion nötig wäre. Der Nachteil ist genauso klar — am Seil hat man keine Arbeitsfläche und kann kein Material ablegen.

Wann das Gerüst die richtige Wahl ist

  • Mehrere Gewerke arbeiten nacheinander oder gleichzeitig an derselben Fassade.
  • Die Arbeit dauert Wochen statt Stunden.
  • Es wird Material gebraucht, abgelegt und bewegt — dann meist zusammen mit einem Bauaufzug am Gerüst.
  • Passanten, Zufahrten oder Eingänge müssen geschützt werden: Schutzdach, Einhausung, Schutznetz.
  • Staub, Späne oder Farbnebel dürfen nicht in die Umgebung gelangen.

Unsere Industriekletterer kommen aus dem eigenen Gerüstbau. Wer bei uns die Ausbildung macht und schwindelfrei ist, kann alle Kletterscheine erwerben — so steht es in unserem Ausbildungsangebot. Das ist der Grund, warum am Telefon jemand sitzt, der beide Verfahren aus der Praxis kennt und nicht nur eines davon anbietet.

Was wir wissen müssen, um zu entscheiden

  • Welches Objekt, welche Höhe und welche Seite betroffen ist
  • Welche Arbeit genau ausgeführt werden soll und von welchem Gewerk
  • Wie lange gearbeitet wird und ob der Einsatz einmalig ist oder wiederkehrt
  • Wie der Zugang zum Dach oder zu möglichen Anschlagpunkten aussieht
  • Was am Boden möglich ist: Stellfläche, Zufahrt, Publikumsverkehr

Mit diesen Angaben sagen wir Ihnen, welches Verfahren wir vorschlagen — und wenn beides möglich ist, was für und was gegen jede Variante spricht.

Was den Aufwand bestimmt

Beim Seil zählen Einsatzdauer, Zahl der Kletterer, Zugang zu den Anschlagpunkten und die Sicherung des Bereichs unter der Arbeitsstelle. Beim Gerüst zählen Fläche, Standzeit, Sonderbauteile und die Nutzung öffentlicher Flächen. Beides rechnen wir erst, wenn wir das Objekt gesehen haben — eine Pauschale am Telefon wäre geraten.

Wie unsere Kletterer arbeiten, zeigt der kurze Film auf der Seite Jobs + Ausbildung; Gerüste an Hochhäusern, Kirchtürmen und Hallen finden Sie in der Bildergalerie.

Ihr Vorhaben besprechen

Sagen Sie uns, was ansteht — Objekt, Ort und Zeitraum genügen für den Anfang. Wir sagen Ihnen, was wir übernehmen können und welche Angaben wir noch brauchen.