Ein Gerüstauftrag läuft bei uns in sechs Schritten: Anfrage, Aufmaß am Objekt, Planung, Aufbau, Standzeit und Abbau. Wie lange das dauert, entscheidet vor allem das Objekt — ein Fassadengerüst am Wohnhaus ist etwas anderes als ein Gerüst am Kirchturm oder eine Überbrückung über eine Straße.
Wir sind die Odendahl GmbH aus Köln, seit 1849 im Gerüstbau und heute in vierter Generation. Der Ablauf unten beschreibt, was in dieser Zeit aus der Praxis geworden ist — und welche Angaben wir von Ihnen brauchen, damit es so läuft.
1. Anfrage: diese Angaben bringen uns weiter
Je genauer die erste Nachricht, desto schneller können wir sagen, ob und wann wir das Gerüst stellen. Hilfreich sind:
- Anschrift und Art des Objekts — Wohnhaus, Bürogebäude, Halle, Kirchturm, Hochhaus
- Was auf dem Gerüst gearbeitet wird: Dach, Fassade, Putz, Fenster, Montage
- Höhe oder Zahl der Geschosse und die Seiten, die eingerüstet werden sollen
- Gewünschter Zeitraum und wie lange das Gerüst stehen soll
- Was am Boden vorhanden ist: Zufahrt, Stellfläche, Gehweg, Straße, Innenhof
Fehlt etwas davon, klären wir es beim Aufmaß. Ohne Blick auf das Objekt geben wir keine Zusage, die wir später zurücknehmen müssten.
2. Aufmaß und Planung: bei uns ein eigener Bereich
Gerüstbau ist nicht nur Material stapeln. Welche Lasten die Belagflächen tragen müssen, wie breit sie sein müssen, wo verankert wird und wie die Konstruktion aussieht, wenn die Fassade nicht gerade ist — das steht vor dem Aufbau fest. Planung + Technik ist bei uns einer von vier Bereichen und nicht der Nebenjob der Bauleitung. Unsere Kolonnen arbeiten deshalb nach technischen Unterlagen, nicht nach Gefühl.
Genau daran hängt, was wir überhaupt anbieten können: Arbeits-, Schutz- und Traggerüste, Sonderkonstruktionen und bewegliche Arbeitsplattformen. Wenn ein Gerüst über einen Gehweg oder eine Straße geführt werden muss, ist die Planung der Teil, der darüber entscheidet, ob es hält.
3. Aufbau: Teamarbeit an wechselnden Objekten
Aufgebaut wird im Team und in Abstimmung mit den anderen Gewerken auf der Baustelle — Dachdecker, Maler und Fassadenbauer brauchen unterschiedliche Arbeitshöhen und Abstände. Zum Aufbau gehört das Einrichten der Arbeitsstelle: Absicherung, Verkehrsflächen, Zugänge und die Maßnahmen für Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz. Muss Material über mehrere Geschosse nach oben, planen wir den Bauaufzug am Gerüst gleich mit — die Verankerung dafür gehört in die Gerüstplanung und nicht ans Ende.
4. Übergabe und Standzeit
Vor der Nutzung wird geprüft, ob alles einwandfrei steht; Dokumentation und Qualitätssicherung gehören für uns zum Handwerk und stehen so auch in unserem Ausbildungsplan. Während der Standzeit ändern sich Bauabläufe: Ein Gerüst wird nicht nur auf- und abgebaut, sondern zwischendurch umgebaut, wenn eine andere Höhe oder ein anderer Bereich gebraucht wird. Sagen Sie uns Änderungen früh — ein Umbau lässt sich planen, ein Stillstand auf der Baustelle nicht.
5. Abbau und Abrechnung
Abgebaut wird, wenn alle Gewerke fertig sind und das Gerüst freigegeben ist. Abgerechnet wird nach der tatsächlich erbrachten Leistung: eingerüstete Flächen, Zusatzbauteile und Standzeit. Auch die Leistungsberechnung lernen unsere Auszubildenden von Anfang an mit — damit am Ende nachvollziehbar ist, was auf der Rechnung steht.
Was die Dauer wirklich bestimmt
Nach Erfahrung aus unseren Kölner Baustellen sind das die Punkte, die den Zeitplan verschieben — nicht die Quadratmeter allein:
- Zugänglichkeit: Innenhof, Hinterhof oder enge Altstadtgasse kosten mehr Zeit als eine freie Wiese vor der Fassade.
- Öffentliche Flächen: Steht das Gerüst auf dem Gehweg oder über der Straße, kommt die Abstimmung mit der Stadt dazu.
- Sonderkonstruktion: Überbrückungen, freistehende Türme, Einhausungen und Schutzdächer brauchen mehr Planung und mehr Material als eine glatte Fassade.
- Andere Gewerke: Wer wann welche Arbeitshöhe braucht, entscheidet über Umbauten während der Standzeit.
- Wetter: Bei Wind wird am hohen Objekt nicht gearbeitet — das ist Arbeitsschutz, keine Verhandlungssache.
Wie unterschiedlich die Objekte aussehen, zeigt unsere Bildergalerie mit Gerüsten an Wohnhäusern, Kirchtürmen, Hochhäusern und Messehallen. Wenn Sie dort etwas Vergleichbares finden, nennen Sie es in Ihrer Anfrage — dann wissen wir sofort, worüber wir sprechen.