Odendahl — Kraft am Werk

Bauaufzug am Gerüst: wann sich der Materialtransport lohnt

Wann ein Lasten- oder Bauaufzug am Gerüst sinnvoll ist, welche Angaben wir für die Auslegung brauchen und welche Faktoren den Aufwand bestimmen.

Fassadengerüst der Odendahl GmbH mit orangefarbenem Bauaufzug an einem Bauwerk

Ein Lasten- oder Bauaufzug am Gerüst lohnt sich, sobald über mehrere Geschosse regelmäßig Material nach oben und Bauschutt nach unten muss. Bei kleinen Mengen und wenigen Metern trägt die Kolonne noch selbst; sobald täglich Paletten, Dachmaterial oder Estrich transportiert werden, ist der Aufzug die schnellere und rückenschonendere Lösung.

Bei der Odendahl GmbH gehören Gerüstbau und Lasten- + Bauaufzug zu unseren vier Bereichen. Deshalb beantworten wir diese Frage nicht theoretisch, sondern an Ihrem Objekt.

Woran Sie den Bedarf erkennen

  • Material geht täglich oder über Wochen in dieselben Etagen.
  • Die Lasten sind schwer oder unhandlich: Ziegel, Platten, Fenster, Säcke, Container.
  • Mehrere Gewerke arbeiten gleichzeitig und brauchen alle Nachschub.
  • Abbruch- oder Sanierungsmaterial muss nach unten, nicht nur nach oben.
  • Die Alternative wäre, alles über Treppentürme und Gerüstlagen zu tragen.

Der letzte Punkt ist der wichtigste: Tragen kostet Zeit von Fachkräften, die Sie eigentlich für ihr Gewerk bezahlen.

Welche Bauart passt?

Der Bereich heißt bei uns bewusst „Lasten- + Bauaufzug", denn die Aufgaben sind unterschiedlich: Für Dachmaterial läuft der Transport schräg an der Fassade oder über die Dachfläche, für Paletten und Container senkrecht an einem Mast mit Plattform. Welche Bauart an Ihr Objekt passt, entscheiden drei Dinge — die Last, die Förderhöhe und der Platz am Fuß des Gerüsts. Das klären wir beim Aufmaß gemeinsam mit der Gerüstplanung.

Weil Gerüst und Aufzug bei uns aus einem Haus kommen, wird die Verankerung des Aufzugs in die Gerüstplanung aufgenommen, bevor der erste Stiel steht. Kommt der Aufzug erst später dazu, muss das Gerüst an dieser Stelle oft umgebaut werden — das ist der Punkt, an dem auf der Baustelle Zeit verloren geht.

Diese Angaben brauchen wir für die Auslegung

  • Förderhöhe: bis in welches Geschoss beziehungsweise bis zur Traufe oder aufs Dach.
  • Material: was transportiert wird, in welcher Verpackung und wie schwer die schwerste Einheit ist.
  • Stellfläche: Platz und Untergrund am Fuß — Hof, Gehweg, Rasen, Tiefgaragendecke.
  • Strom: welcher Baustromanschluss vorhanden ist und wie weit er entfernt liegt.
  • Ausladestelle: in welchen Etagen ausgeladen wird und wie viel Platz dort ist.
  • Dauer: wie lange der Aufzug am Objekt bleiben soll.

Was den Aufwand bestimmt

Preise nennen wir erst, wenn wir das Objekt kennen — die Größen, die den Aufwand treiben, können wir aber offen benennen:

  • Förderhöhe und benötigte Traglast, denn beide bestimmen Gerät und Verankerung
  • Standzeit am Objekt
  • Aufwand für Auf- und Abbau, besonders bei engen Zufahrten
  • Untergrund und Lastverteilung an der Aufstellfläche
  • Nutzung öffentlicher Flächen und die Abstimmung, die dazugehört
  • Zusätzliche Ausladestellen oder Umbauten während der Standzeit

Zwei Dinge, die oft übersehen werden

Materialaufzüge befördern Material, keine Personen — der Weg nach oben bleibt die Gerüsttreppe. Und ein Aufzug ist ein Gerät, das bedient und gewartet werden muss: Bedienung und Instandhaltung von Geräten und Maschinen stehen bei uns deshalb im Ausbildungsplan zum Gerüstbauer und nicht im Kleingedruckten.

Wie ein Bauaufzug am fertigen Fassadengerüst aussieht, zeigt das Bild oben; den Ablauf davor beschreibt unser Beitrag zum Ablauf eines Gerüstauftrags.

Ihr Vorhaben besprechen

Sagen Sie uns, was ansteht — Objekt, Ort und Zeitraum genügen für den Anfang. Wir sagen Ihnen, was wir übernehmen können und welche Angaben wir noch brauchen.